Verantwortungsbewusst spielen
Glücksspiel soll ein Freizeitvergnügen bleiben. Auf dieser Seite finden Sie praktische Hinweise, wie Sie die Kontrolle behalten, an welchen Warnzeichen Sie ein Risiko erkennen und wo Sie im Ernstfall vertrauliche Hilfe bekommen.
Spielen als Unterhaltung begreifen
Der gesündeste Umgang beginnt mit der richtigen Erwartung.
Glücksspiel kann Freude bereiten, ist aber immer mit dem Risiko verbunden, Geld zu verlieren. Sehen Sie es deshalb als Form der Unterhaltung, für die Sie einen festen Betrag einplanen – so, wie Sie es für einen Kinoabend oder ein anderes Hobby tun würden. Betrachten Sie es niemals als Weg, Geld zu verdienen oder bereits entstandene Verluste wieder hereinzuholen.
Klare Grenzen sind der Schlüssel. Legen Sie vor dem Spielen fest, wie viel Zeit und Geld Sie einsetzen möchten, und halten Sie sich konsequent daran. Vermeiden Sie es vor allem, Verlusten hinterherzujagen, denn der Versuch, sie zurückzugewinnen, führt erfahrungsgemäß zu noch größeren Verlusten. Unser Angebot richtet sich ausschließlich an Volljährige ab 18 Jahren.
Woran Sie ein riskantes Spielverhalten erkennen
Bestimmte Muster deuten darauf hin, dass Spielen zum Problem wird.
Ein problematisches Spielverhalten kündigt sich oft schleichend an. Aufmerksam werden sollten Sie, wenn Sie mehr Zeit oder Geld einsetzen als geplant, wenn Sie spielen, um Sorgen oder Stress zu entkommen, oder wenn Sie Verlusten hinterherjagen. Auch das Verschweigen des eigenen Spielverhaltens gegenüber nahestehenden Menschen ist ein deutliches Alarmsignal.
Weitere Anzeichen sind innere Unruhe oder Gereiztheit, wenn Sie nicht spielen können, sowie die Vernachlässigung von Arbeit, Beziehungen oder Hobbys. Wenn Sie eines oder mehrere dieser Muster bei sich bemerken, nehmen Sie es ernst. Eine bewusste Pause und ein ehrlicher Blick auf die eigenen Grenzen sind wichtige Schritte, um einer Abhängigkeit vorzubeugen.
- Sie spielen häufiger oder mit höheren Einsätzen als vorgenommen
- Sie versuchen, Verluste durch weiteres Spielen auszugleichen
- Sie spielen, um Problemen oder Stress zu entkommen
- Sie verheimlichen Ihr Spielverhalten vor anderen
- Sie vernachlässigen Arbeit, Familie oder Freundschaften
Werkzeuge, die Ihnen die Kontrolle erleichtern
Nutzen Sie die verfügbaren Instrumente aktiv.
Seriöse Anbieter stellen Werkzeuge bereit, mit denen Sie Ihr Spiel steuern können. Dazu gehören Einzahlungs-, Einsatz- und Verlustlimits sowie die Möglichkeit eines Selbstausschlusses für einen begrenzten Zeitraum oder dauerhaft. Wir raten Ihnen ausdrücklich, diese Instrumente zu nutzen, bevor das Spielen aus dem Ruder läuft.
Beachten Sie dabei, dass der Umfang dieser Schutzmechanismen von der Lizenz des Anbieters abhängt. Anbieter ohne deutsche GGL-Lizenz sind zum Beispiel nicht an das zentrale Sperrsystem OASIS angeschlossen und unterliegen nicht dem gesetzlichen Einzahlungslimit. Wenn Ihnen ein umfassendes Schutznetz wichtig ist, sollten Sie das bei der Wahl eines Anbieters bewusst berücksichtigen.
Hier finden Sie Unterstützung
Sie müssen mit dem Thema nicht allein bleiben.
Wenn Sie das Gefühl haben, die Kontrolle über Ihr Spielverhalten zu verlieren, holen Sie sich Unterstützung. In Deutschland bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine kostenlose und anonyme Beratung zur Glücksspielsucht. Auch örtliche Suchtberatungsstellen und Selbsthilfegruppen stehen Ihnen vertraulich zur Seite. Der erste Schritt ist oft der schwerste, aber auch der wichtigste.
Suchen Sie außerdem das Gespräch mit vertrauten Personen in Ihrem Umfeld. Schon das offene Ansprechen des Themas kann eine spürbare Entlastung sein und den Weg zu weiterer Hilfe ebnen. Sich Hilfe zu holen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Verantwortung sich selbst gegenüber. Denken Sie daran: Glücksspiel birgt ein Suchtrisiko, und ein achtsamer, kontrollierter Umgang ist der beste Schutz für Sie selbst und die Menschen um Sie herum.
